EU-Schulobstprogramm geht weiter
Schuljahr 2011/1012 - mehr Schüler einbezogen
Das EU-Schulobstprogramm geht weiter und, wir sind weiter dabei. Aber, damit in idesem Jahr mehr Kinder in den Genuss kommen, gibt es pro Schüler und pro Woche nur noch ein Mal kostenloses Obst im Wert von 0,30 Euro. Für uns heißt das, bei der Bestellung noch genauer darauf zu achten, solches Obst auszuwählen, das den Kindern schmeckt und in dessen Zubereitung sie einbezogen werden können. Auch der Aspekt der Herkunft aus der Region soll noch mehr berücksichtigt werden.
Von A wie Apfel bis Z wie Zitrone
Gesund lernen
Insgesamt stehen für Thüringer Grundschüler im Rahmen des EU-Schulobstprogramms 800.000 Euro zur Verfügung. 25 Prozent davon kommen vom Land Thüringen. Neun Schulträger, darunter der THEPRA Landesverband Thüringen e. V., hatten zum 1. November 2010 einen Bewilligungsbescheid vorliegen. Seit dem erhalten die 72 Grundschüler der THEPRA-Grundschule Bad Langensalza, die 43 Schüler der THEPRA-Grundschule Weinbergen und die 12 Schüler der Grundschulstufe des THEPRA-Förderzentrums in Bruchstedt täglich zusätzlich Obst und Gemüse.
Rund 0,28 Euro können pro Schüler an jedem Schultag verbraucht werden. Um zusätzliche Transportkosten zu vermeiden, wurden mit der Belieferung die Essenlieferanten beauftragt, die jeweils ein Mal wöchentlich die Menge für die nächsten fünf Tage bringen. Das Konzept, das mit dem Antrag vorgelegt werden musste, beinhaltet nicht nur die Förderung gesunder Ernährung, sondern auch die Einbeziehung von Obst und Gemüse in den Unterricht. Gut vorbereitet durch den Schulgartenunterricht geht es um das Kennenlernen vieler verschiedener Obst- und Gemüsearten, ihrer Herkunft und ihrer Zubereitung. Ziel ist es, bei den Kindern frühzeitig ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schaffen und eine ausgewogene gesunde Ernährung der ganzen Familie zu fördern.
Adrian, Jakob und Isabeau schmeckt's
Damit Spaß und interessante Erlebnisse nicht fehlen, sind Exkursionen zu Obst- und Gemüsebauern vorgesehen und die Einbeziehung weiterer externer Partner, wie Ernährungsberater. Im besten Fall, darauf zielt das Gesamtkonzept, sollen sich gesunde Ernährungsgewohnheiten so festigen, dass die Kinder später auch zu Hause Obst und Gemüse einfordern.
„Das Schulobstprogramm ist ein sehr gutes Beispiel um unseren Grundsatz der Einheit von Theorie und Praxis zu verwirklichen.“, betont der THEPRA-Geschäftsführer Falko Albrecht.
Zu den begleitenden Maßnahmen im Unterrichtsalltag ist in Deutsch unter anderem ein Aufsatzthema vorgesehen. In Mathematik wird bei Mengenlehre und Diagrammen auch gerne mal mit Äpfeln und Birnen gerechnet. Und im Englischunterricht bieten sich namen der Obst- und Gemüsearten für die Wortschatzerweiterung an. Über den ökologischen Anbau von Obst und Gemüse im Schulgarten bis hin zum Erhalt von Streuobstwiesen und der Zubereitung und Verarbeitung im hauswirtschaftlichen Bereich gibt es viele Möglichkeiten das Schwerpunktthema der THEPRA-Schulen „Natur und Umwelt“ und das Schulobstprogramm zu verbinden.
